Zum Inhalt springen
Logo Ingenieur Rapita - Fachplaner für technische Gebäudeausrüstung

Sanitärplanung München – ausführungsreif, koordiniert, nachtragsarm

Sanitärtechnik, die auf der Baustelle funktioniert — und im Betrieb wartungsarm bleibt

Sanitärinstallationen sind das Gewerk, das in Mehrfamilienhäusern die größte Leitungsdichte erzeugt. Trinkwasserleitungen, Entwässerungsstränge, Zirkulationsleitungen und Schmutzwasserfallleitungen konkurrieren in Schächten und Deckendurchbrüchen mit Heizung, Lüftung und Elektro. Wer die Leitungsführung nicht frühzeitig koordiniert, findet die Konflikte auf der Baustelle wieder — als Nachträge, Terminverzögerungen und Kompromisslösungen, die den späteren Betrieb erschweren.

Wir planen Sanitäranlagen für Wohnungsbau und Sanierung in München und Bayern. Unser Fokus liegt auf koordinierter Leitungsführung, ausführungsreifen Unterlagen und Sanitärkonzepten, die wirtschaftlich dimensioniert und einfach zu betreiben sind.

Sanitärplanung nach HOAI – von der Konzeption bis zur Abnahme

Wir erbringen Planungsleistungen für Sanitäranlagen nach allen relevanten Leistungsphasen der HOAI. Beauftragung ist phasenweise möglich — abhängig vom Projektstand und den Anforderungen des Auftraggebers.

LPHBezeichnungWas wir konkret leisten
1GrundlagenermittlungKlärung der sanitärtechnischen Anforderungen: Nutzungsstruktur, Anzahl Wohneinheiten, Ausstattungsstandard, Trinkwasserschutz-Anforderungen (DVGW), erste Einschätzung der Schacht- und Leitungsstruktur.
2VorplanungGrobkonzept für Trinkwasser- und Entwässerungssystem, erste Strangführung und Schachtbedarfsermittlung, Kostenschätzung, Abstimmung mit Architektur zu Schachtpositionen und Deckendurchbrüchen.
3EntwurfsplanungSystemfestlegung, Dimensionierung der Hauptleitungen, Zirkulationskonzept, Entwässerungskonzept (Gefälle, Fallleitungen, Grundleitungen), Kostenberechnung, Koordination mit Tragwerk.
4GenehmigungsplanungZusammenstellung behördenrelevanter Unterlagen; Nachweise nach DVGW-Regelwerk (W 551 Trinkwasserhygiene), Beitrag zu wasserrechtlichen Anforderungen.
5AusführungsplanungVollständige ausführungsreife Planunterlagen: Grundrisspläne, Strangschemas, Isometrien, Dimensionierungsnachweise, Materialspezifikationen, Armaturen- und Objektlisten.
6Vorbereitung VergabeLeistungsverzeichnis für Sanitärarbeiten (GAEB-Format), Mengenermittlung, Anforderungen an Trinkwasserhygiene und Schallschutz.
7Mitwirkung VergabePrüfung und Wertung der Angebote, Bieterspiegel, Vergabeempfehlung.
8ObjektüberwachungBaubegleitung, Qualitätsprüfung, Druckproben, Inbetriebnahme, Abnahme der Sanitäranlage inkl. Übergabe der Dokumentation.
9ObjektbetreuungGewährleistungsbegleitung, Mängelverfolgung, Übergabedokumentation mit Wartungs- und Betriebshinweisen.

Hinweis: Besonders kritisch ist LPH 5 – die Ausführungsplanung. Hier entscheidet sich, ob Schächte ausreichen, Gefälle eingehalten werden können und Durchbrüche mit dem Tragwerk vereinbar sind. Fehler hier sind auf der Baustelle teuer zu korrigieren.

Leistungsbereiche der Sanitärplanung

Die Sanitärplanung umfasst alle wasserführenden Systeme eines Wohngebäudes. Wir planen alle Bereiche aus einer Hand — abgestimmt aufeinander und auf die anderen TGA-Gewerke.

Trinkwasseranlage (kalt und warm)

Dimensionierung der Trinkwasserleitungen nach DVGW-Regelwerk, Zirkulationsplanung zur Sicherstellung der Trinkwasserhygiene (Legionellenschutz nach VDI 6023 / DVGW W 551), Auswahl der Rohrwerkstoffe und Armaturen, Druckzoneneinteilung bei mehrgeschossigen Gebäuden.

Entwässerungsanlage

Planung der Schmutzwasser-Fallleitungen, Grundleitungen und Anschlussleitungen nach DIN EN 12056. Gefälleplanung, Belüftungskonzept, Koordination mit Tragwerk bei Grundleitungsführung, Planung von Hebeanlagen bei ungünstigem Gefälle.

Regenwasserentwässerung

Dachentwässerung, Notüberläufe, Anschluss an öffentliche Kanalisation oder Versickerungsanlagen. Abstimmung mit Architektur und Freianlagenplanung.

Sanitärobjekte und Ausstattung

Auswahl und Planung der Sanitärobjekte, barrierefreie Ausstattung nach DIN 18040, Vorwandinstallationssysteme, Koordination mit Innenausbau.

Feuerlöschanlage (Löschwasserversorgung)

Planung von Wandhydranten und Löschwasserleitungen nach DIN 14462, sofern behördlich gefordert oder vom Brandschutzkonzept vorgesehen.

Leitungskoordination: Warum Sanitär das komplexeste Koordinationsgewerk ist

In einem Mehrfamilienhaus mit 20 Wohneinheiten entstehen allein für die Sanitärinstallation mehrere Kilometer Leitungen — in Schächten, unter Decken, im Fußbodenaufbau und in der Grundleitung. Diese Leitungen teilen sich den verfügbaren Raum mit Heizungsrohren, Lüftungskanälen, Elektroleitung und dem Tragwerk.

Typische Koordinationsprobleme, die wir verhindern:

  • Schächte zu klein dimensioniert — nachträgliche Vergrößerung erfordert Eingriff in tragende Wände
  • Entwässerungsgefälle nicht eingehalten – Leitungen müssen tiefer gelegt werden als Deckenunterkante erlaubt
  • Durchbrüche im Tragwerk nicht abgestimmt — statische Nachweise fehlen, Ausführung verzögert sich
  • Zirkulationsleitungen vergessen oder falsch geführt — Trinkwasserhygiene nicht gewährleistet, Nachrüstung aufwändig

Unser Ansatz: Schachtpositionen und Leitungsführungen werden bereits in LPH 2 und 3 mit Architektur und Tragwerk abgestimmt. Strangführungen sind im Entwurf verankert, nicht im Nachhinein eingefügt. Das Ergebnis sind Ausführungsunterlagen, die auf der Baustelle ohne Rückfragen umgesetzt werden können.

Trinkwasserhygiene und DVGW-Regelwerk

Trinkwasserhygiene ist im Mehrfamilienhausbau kein optionales Qualitätsmerkmal, sondern gesetzliche Anforderung. Die Trinkwasserverordnung (TrinkwV) und das DVGW-Regelwerk (insbesondere W 551) definieren klare Anforderungen an Rohrmaterialien, Temperaturhaltung, Zirkulation und Stagnationsvermeidung.

Fehler in der Planung — zu lange Stagnationsstrecken, fehlende Zirkulation, falsche Rohrmaterialien — können zur Legionellenbildung führen und sind haftungsrelevant. Wir planen Trinkwasseranlagen von Beginn an normgerecht und dokumentieren die Planungsgrundlagen vollständig.

Haben Sie ein Sanitärprojekt in München oder Bayern?

Sprechen Sie uns an — wir klären in einem ersten Gespräch, welche Leistungsphasen für Ihren aktuellen Projektstand sinnvoll sind und wie wir Ihrem Projekt konkret helfen können.

Häufige Fragen zur Sanitärplanung

Was umfasst die Sanitärplanung für ein Mehrfamilienhaus?

Die Sanitärplanung umfasst alle wasserführenden Systeme eines Wohngebäudes: Trinkwasseranlage (kalt und warm), Zirkulation, Schmutzwasserentwässerung, Regenwasserentwässerung sowie Sanitärobjekte und Armaturen. Bei Bedarf auch Feuerlöschanlagen. Wir planen alle Bereiche nach HOAI, DVGW-Regelwerk und DIN-Normen – koordiniert mit den anderen TGA-Gewerken Heizung und Lüftung.

Wann muss ein Zirkulationssystem geplant werden?

Ein Zirkulationssystem für Trinkwarmwasser ist nach DVGW W 551 für alle Gebäude mit mehr als 3 Liter Leitungsinhalt zwischen Trinkwassererwärmer und Entnahmestelle Pflicht. Das betrifft in der Praxis nahezu jedes Mehrfamilienhaus. Ohne funktionierende Zirkulation entstehen Temperaturzonen unter 55 °C, in denen sich Legionellen vermehren können. Die Zirkulationsplanung ist daher nicht nur technische, sondern auch rechtliche Anforderung.

Warum ist die Leitungskoordination bei Sanitär besonders kritisch?

Sanitärleitungen benötigen – anders als Heizungs- oder Elektroleitungen – ein definiertes Gefälle. Das bedeutet: Die Leitungsführung kann nicht frei angepasst werden, sobald Tragwerk oder andere Gewerke den Weg versperren. Entwässerungsleitungen müssen ihren Weg durch das Gebäude bereits im Entwurf koordiniert bekommen. Nachträgliche Korrekturen erfordern Eingriffe in Decken und tragende Bauteile – mit entsprechenden Kosten und Terminfolgen.

Welche Normen und Regelwerke sind für die Sanitärplanung relevant?

Die wichtigsten Grundlagen sind: DIN EN 806 (Trinkwasserinstallation), DVGW W 551 (Trinkwasserhygiene / Legionellenschutz), DIN EN 12056 (Schwerkraftentwässerungsanlagen), DIN 1986 (Entwässerungsanlagen für Gebäude), DIN 18040 (Barrierefreies Bauen), DIN 14462 (Löschwasseranlagen). Wir planen nach dem aktuellen Stand dieser Normen und koordinieren mit den zuständigen Behörden und Versorgungsunternehmen.

Planen Sie auch für Bestandssanierungen im Sanitärbereich?

Die Planungskosten richten sich nach Leistungsumfang (HOAI-Phasen), Gebäudegröße, Ausstattungsstandard und Komplexität der Leitungsführung. Für ein Mehrfamilienhaus mit 10–20 Wohneinheiten und vollständiger Sanitärplanung LPH 1–9 sind Honorare im niedrigen bis mittleren fünfstelligen Bereich typisch. Eine koordinierte Sanitärplanung, die Schnittstellen frühzeitig klärt, spart durch Nachtragsfreiheit ein Vielfaches ihrer Kosten.

Frank Rapita — Fachplaner TGA

Kontaktieren Sie uns

    • 1

      Ihre Angaben

    • 2

      Nachricht & Upload

    • 3

      Senden

    1/3

    Ihre Angaben


    Datenverarbeitung

    Die Daten werden nach abgeschlossener Bearbeitung Ihrer Anfrage wieder vom Server gelöscht. Die Übertragung erfolgt verschlüsselt. Sie können Ihre Einwilligung jederzeit für die Zukunft per E-Mail an uns widerrufen. Detaillierte Informationen zum Umgang mit Nutzerdaten finden Sie in der Datenschutzerklärung.

    Jetzt Anrufen E-Mail Schreiben